Eclipse solar total 2020 en Pucón Chile

¿Dónde tendrá lugar el fenómeno del Eclipse solar total?

 

eclipse 2020 chile

 

Chile es el lugar perfecto para observar las estrellas. Sin ir más lejos, es en nuestro país dónde los países líderes en temas de astronomía han establecido sus inversiones estratégicas para no perder la carrera por descubrir qué nos depara el Universo.

La carrera se inició, y no parece terminar en las décadas que vienen.

Sin embargo, el 14 de diciembre de 2020, el foco no estará en las estrellas, sino en el eclipse solar total. Fenómeno que, en Julio 2019, asombró a todos quienes tuvimos la suerte de observarlo. También, tuvo lugar en territorio chileno, pero mucho más al norte.

En este día especial, Pucón será el centro de atención. El evento solar durará 2 horas y 50 minutos. El eclipse comenzará a las 11:41 a.m. A las 1:04 p.m, la oscuridad será total. Durante 3 horas, las emociones aflorarán en nosotros, y recordaremos este momento por siempre.

Nuestra propuesta de Experiencia Eclipse Solar en la Araucanía Lacustre es súper exclusiva. Ideal para familias aventureras, con un máximo de 24 huéspedes para hacer la observación del fenómeno astronómico. Tienen una duración de 5 días de estadía entre el 11 y 15 de Diciembre 2020.

¡Entérate de nuestro tour AQUÍ!

eclipse solar total chile

 

Además, este fenómeno es muy especial. Pues ocurre 884 años después de un evento astronómico similar en el área. En palabras más simples, nosotros, nuestros hijos, nietos, y quienes los seguirán, no disfrutarán un evento similar en el destino Lagos & Volcanes.

Ahora bien, no todo será observar el cielo. Debido a que estaremos en un territorio de gran riqueza cultural, con predominio de la gran cultura mapuche. Es más, este pueblo originario sabio nos tiene mucho que enseñar y decir. En especial respecto a este y otros fenómenos astronómicos, y que gran parte de nosotros desconocemos.

La cosmovisión mapuche, contada por ellos mismos, quienes son los protagonistas principales, generará una experiencia única.

 

cosmovision mapuche chile
Señora Rosario de la comunidad Mapuche

 

Significado de un eclipse solar en la cosmovisión mapuche

 

pueblo mapuche pucon

 

Muchos siglos antes de la astronomía moderna y sus sofisticados telescopios, los mapuche ya estaban relacionados con el cosmos. Siempre ha sido una herramienta importante para predecir el clima y las influencias en la tierra.

En Mapudungun, el idioma nativo de los mapuche, un eclipse solar total se llama “lai antü” o “lan antü”, que significa “muerte del sol”. También, este fenómeno se conoce como “malonji ta antü” (vinieron para cubrir el sol o atacar al sol) o “zumiñii antü” (el sol se oscureció). Este evento se espera con respeto, pues el sol representa la forma de entender el tiempo. El “lai antü” tiene un fuerte contenido. Por lo tanto, designar la muerte del sol implica la suspensión del tiempo, un cambio de ciclo para la estrella, un cambio en el proceso.

Un eclipse parcial generalmente significa un buen año para la comunidad. Sin embargo, un eclipse total es un mal augurio para la humanidad. De hecho, incluye hasta la posible muerte de un querido y respetado jefe.

Todo este relato, que sin duda contienen una serie de significados totalmente distintos a quienes no pertenecemos a este pueblo mapuche, es contado por sus protagonistas, dejando siempre la oportunidad de debatir de manera cordial con quienes nos reciben en su tierra.

A pesar de la interpretación negativa del evento por parte de los mapuches, en la cultura occidental este fenómeno natural es una experiencia única en la vida. Además de ser la capital del turismo de aventura en Chile, Pucón será el afortunado anfitrión del eclipse solar total 2020.

Recomendaciones de seguridad durante el eclipse

 

  • No mire directamente al sol sin los anteojos de eclipse adecuados (certificado ISO 12312-2)
  • No apunte al sol con su cámara, teléfono o binoculares, esto puede dañar la vista de manera permanente.
  • Los niños deben ser supervisados ​​por un adulto durante todo el evento.

Pre y post opciones de viaje alrededor de Pucón

sendero pichillancahue chile
Sendero Pichillancahue, Parque Nacional Villarrica.

 

No pierdas la oportunidad de conocer las mejores opciones de viaje en Pucón y la Araucanía Lacustre. Descubra nuestras mejores experiencias de viaje. Son especialmente diseñadas para amantes activos de la naturaleza, ideales para familias que buscan un escape tranquilo a la vida a toda velocidad que llevamos en la ciudad.

 

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Quetrupillan – die schlechte Alternative zum Vulkan Villarrica? Auf keinen Fall! – Februar 2015

Aufgrund von erhöhter Aktivität ist der Vulkan Villarrica seit dem 6. Februar 2015 gesperrt. So werden viele Touristen, die grade wegen der Besteigung dieses Vulkans nach Pucón kommen, enttäuscht. Doch an dieser Stelle möchte ich daran erinnern, dass wir uns in der Vulkan- und Seenregion Chiles befinden in der es – allein dem Namen nach zu urteilen – mehr Vulkane als nur den Villarrica gibt. Und diese stehen bisher zwar im Schatten des berühmten Bruders Villarrica, in Schönheit stehen sie ihm allerdings in nichts nach.

Als eine Alternative durfte ich den Stratovulkan Quetrupillan besteigen. Dieser liegt etwa eine Stunde Fahrtzeit von Pucon entfernt. Dass der Quetrupillan als „schlafend“ bezeichnet wird hat mich zuerst schon etwas enttäuscht. Doch die Enttäuschung war schnell vorüber, nachdem ich diesen erblickt habe.

Ich meldete mich am Tag vorher zu dem Aufstieg auf den Vulkan an. Dort wurde zunächst meine Ausrüstung angepasst (Schuhe, Helm, softshell Jacke und Hose und Garmaschen) und ich wurde darüber aufgeklärt, wie der folgende Tag ablaufen würde, was ich noch mitzubringen hätte und wie ich mich und meinen Körper am besten auf den Aufstieg vorbereiten sollte.

Am nächsten Morgen kam ich nach einem üppigen Frühstück, mit ausreichend Sonnencreme, Wasser und Verpflegung ausgestattet um 6.30 Uhr in der Agentur an. Dort packten wir die letzten Sachen ein, besprachen noch einmal die Tour und dann ging es im firmeneigenen Van auch schon los Richtung Quetrupillan.

Nach etwa einer Stunde Autofahrt über die mehr oder minder guten Straßen Chiles, kamen wir gut durchgeschüttelt und dadurch auch nicht mehr müde am Fuße des Vulkanes an. Dort gab es nochmal die Möglichkeit eine richtige Toilette aufzusuchen. Was für mich ungemein wichtig war, da ich eine ca. achtstündige Wanderrung als einzige Frau unter Männer vor mir hatte.

Gut vorbereitet machten wir uns also auf den Weg. Das erste Stück der Wanderung führte über eine Wiese mit Arraucaria Bäumen, die sehr selten und besonders für die Seen- und Vulkanregion sind. Auf der anderen Seite konnten einen Blick auf einen Berg werfen, der völlig durch einen Waldbrand ausgebrannt war und nur noch die Baumskelette erhalten waren. Das war sehr eindrucksvoll. Nach kurzer Zeit erreichten wir den Wald. Die Sonne war noch nicht über den Berg gekommen, sodass der gesamte Wald noch in einem stillem Morgenlicht lag. Es war etwas kalt, doch als wir die ersten kleineren Anstiege überwunden haben wurde einem schnell warm. Wir stiegen über Bäume und durchs Dickicht. Die gesamte Zeit mit den wundervollen Eindrücken des subtropischen Regenwalds. Man konnte Salamander mit ihren fantastischen Farben überall herum laufen sehen, und es gab wunderschöne Bäume und Blumen. Nachdem die Sonne durch das Blätterdickicht sickerte, war alles in ein warmes Licht getaucht. Bald mussten wir die erste Schicht unsere Kleidung ablegen.
Wir machten zwischendurch kurz Pause um Wasser zu trinken, gingen dann aber ziemlich zügig weiter.
Es war eine wunderschöne Wanderung, da wir im Wald nur auf zwei andere Wanderer trafen und dadurch die Natur gänzlich genießen konnten.
Als wir fast die Baumgrenze erreichten, begegneten wir einer Herde von Kühen. Das war sehr eindrucksvoll für mich, weil ich vorher noch nie wilden Rindern begegnet war. Unsere Guides mussten Sie vom Weg verscheuchen, damit ein durchkommen möglich war. Ein Bild was ich wohl nie wieder vergessen werde – Rinder im subtropischen Regenwald.
Nach etwa zwei Stunden erreichten wir dann die Baumgrenze und konnten schon den breiten Gipfel des Vulkanes erblicken.
Wir wanderten noch ein Stück weiter und machten dann unsere erste große Pause, bei der wir uns an unsere Verpflegung machten, nochmal Sonnencreme auftrugen und einfach etwas Energie für den weiteren Aufstieg tankten.
Nach 15 Minuten rasten ging es dann weiter. Ich war schon sehr optimistisch, denn bis zum Gipfel sah es gar nicht mehr weit aus. Nach persönlicher Abschätzung vielleicht noch so 45 Minuten…. Nach einer Stunde weiterer Wanderung musste ich aber einsehen, dass ich mich wohl ziemlich verschätzt habe. Der Anstieg war nicht sehr steil und so war es nicht so sehr Kräfte raubend aufzusteigen, jedoch zog sich der Weg etwas.
Doch seit wir die Baumgrenze hinter uns gelassen hatten, wurden wir in jedem Moment mit einem wunderschönen Rundumblick auf die umliegende Natur belohnt. Man konnte die Vulkane Llaima und Villlarrica sehen, die umliegenden Wälder und den See Villarrica.
Mit dieser Landschaft im Rücken wurde der Ehrgeiz nochmal vollstens entfacht. Man hatte nur noch im Kopf, wie das alles wohl vom höchsten Punkt aussehen würde.
So machten wir uns weiter Vulkan aufwärts, über zunehmend steiniges Gelände und über einige kleine Eisfelder auf dem Weg zum Ziel.
Hinter einer großen Steinkette machten wir unsere finale Pause, um uns nochmal für die letzte halbe Stunde etwas fordernderen Aufstiegs über sehr steiniges Gelände zu wappnen.
Mit einem weiterem Sandwich, Banane und etwas Schokolade, sowie neuer Schicht Sonnencreme, machten wir uns daran, die letzten Meter zu erklimmen.
Nach einer halben Stunde kamen wir dann auch tatsächlich oben an. Dort erwartete uns ein riesiger Gletscher, der den ehemaligen Vulkanschlot überdeckte – ein eindrucksvolles Bild. Um den wirklichen Höhepunkt zu erreichen, mussten wir noch ein kleines Stückchen weiter über die Steine klettern.
Als wir dort ankamen, fiel sich die gesamte Gruppe in die Arme und beglückwünschte sich. Wir machten Fotos und schlugen dann ein kleines Lager, durch die Steine vor dem Wind geschützt, auf.

Dort rasteten wir ca. eine Stunde, erzählten uns Geschichten aus den verschiedenen Leben und die verschiedenen Eigenheiten der Nationen, genossen den wunderschönen Ausblick auf die 3 Vulkane um uns herum und die atemberaubende Natur. Der Himmel war blau und die Sonne schien – wunderbar!

Kunterbunt und glücklich – der Color Run in Pucón – Februar 2015

Gelb, rot, grün, lila, pink, blau. Ein wahres Farbspektakel.
Am 15. Februar 2015 fand das weltweite kunterbunte Lauf-Event „THE COLOR RUN“ in Pucón statt. „Die wohl verrücktesten und buntesten 5 Kilometer deines Lebens!“, heißt es im Internet. Und so war es dann auch.
Schon seit einer Woche bin ich immer mal wieder an den Ständen vorbeigeschlichen, bei denen man sein Starter Kit erwerben kann. So ganz entschließen konnte ich mich aber nicht. Schließlich sind es 5 Kilometer die gelaufen werden sollten! Und in Pucon ist grade bestes, also heißes, Sommerwetter. Mit der richtigen Truppe als Motivationshilfe habe ich mich dann aber doch noch spontan, am vorherigen Abend nämlich, entschieden mitzumachen. Und ich kann euch sagen: diese 5 km waren einfach klasse!
Das Starter Kit enthielt das Eintrittsband, ein weißes T-Shirt, einen Farbbeutel und einen Müsliriegel. Mit diesen Utensilien habe ich mich dann am Morgen auf den Weg zu unserem Treffpunkt gemacht. Um 9 Uhr sollte es losgehen. Aber naja, wir sind in Chile, also sind wir gegen 9:40 Uhr an der großen Bühne angekommen, wo schon etliche Teilnehmer fleißig am Warm Up Programm teilgenommen haben. Warm Up hieß in diesem Fall, dass allerbeste Partymusik gespielt wurde, auf der Bühne eine Aerobic Trainerin einige Übungen vorgemacht und vor der Bühne einfach alle gefeiert haben. Es hat mehr den Anschein erweckt ich befände mich auf einem riesigen Open Air Festival abends um 22 Uhr und nicht morgens um 9:40 Uhr in dem kleinen Ort Pucon.
Diez, nueve, ocho, siete, seis, cinco, cuatro, tres, dos, uno …… START!! Um 10:15 Uhr fiel der Startschuss für die erste Gruppe. Denn aufgrund der großen Teilnehmerzahl (etwa 9.000 wie ich später erfahren habe) konnten nicht alle Läufer gleichzeitig an den Start gehen. Ich befand mich in der letzten Gruppe die starten durfte. Was aber gar nicht schlimm war, denn hier ging es ja gar nicht darum der schnellste zu sein, sondern auf den 5 Kilometern möglichst viel Spaß zu haben und kunterbunt ins Ziel zu laufen. Nachdem ich meine Laufgruppe in dem Gewühle ab und an verloren und dann doch wiedergefunden habe, sind wir alle gemeinsam bereits leicht angefärbt ins Ziel eingelaufen. Doch die eigentliche Farbexplosion sollte erst noch kommen!
Wo vor dem Lauf noch das Warm Up stattgefunden hat, war nun wieder Party angesagt. Diesmal aber haben alle nicht auf den Startschuss, sondern die Explosion der riesigen Farbbomben gewartet. Und kurz nachdem wir auf dem Gelände angekommen sind war es dann auch schon so weit: Wieder wurde ein Countdown gezählt und schon bei „uno“ konnte ich so gut wie nichts mehr sehen, denn innerhalb von Sekunden hat sich die gesamte Umgebung in ein Meer aus Farbstaub verwandelt. Diese erste Farbexplosion hat mich so überrumpelt, dass ich gar keine Zeit gehabt hatte meinen eigenen Farbbeutel herauszuholen. Aber die zweite Explosion, die gehörte dann mir! Wie verrückt hat die ganze Menge getanzt, ist gesprungen, hat gerufen und jede Menge Spaß gehabt! Und man muss sich immer noch vor Augen führen: es war 12 Uhr morgens, heißes Sommerwetter und kein Alkohol im Spiel. Aber durch die gesamte Atmosphäre wurden alle in so eine ausgelassene Stimmung versetzt, dass alles andere gar keine Rolle gespielt hat.
Als ich dann so mit Farben bedeckt war dass es sich fast so angefühlt hat, als hätte ich eine Schlammpackung auf dem Gesicht, habe ich das Festivalgelände verlassen und mich auf den Weg zur Arbeit gemacht. Jaja, die Pflicht ruft.
Vorher habe ich natürlich ausgiebig geduscht, gefühlte 30 Minuten mit 10 Mal waschen. Als ich dann auf der Arbeit ankam wurde ich trotzdem ein wenig ausgelacht, denn mein Gesicht war immer noch rosa und meine Füße etwas blau. Nun gut, damit konnte ich leben. Und als ich abends meine Laufgruppe wiedergetroffen habe, habe ich auch gesehen: ich bin nicht die einzige mit Farbe in den Haaren oder im Gesicht. Aber das ist nun wohl einfach das Anzeichen dafür, dass wir alle einen grandiosen Tag verlebt haben!!!

Unter einem verstaubten Gesicht, findet man ein ganz breites Lächeln – Buggy Tour zum Vulkan Villarrica – Februar 2015

Heute Morgen um 10.00 Uhr ging meine erste Buggy Tour los. Ein Buggy ist eine Art allradbetriebenes, kleines, offenes Auto mit Platz für bis zu 2 Personen. Ich bin vorher schon mal Quad und Kart gefahren und hatte noch gar nicht so die Vorstellung, wie sich das anfühlen würde in einem Buggy zu sitzen.
Wir sind mit 3 Buggys a 2 Personen gestartet.

Der erste Teil der Tour, der durch Pucon und aus Pucon hinaus führte, gab den Fahrern die Möglichkeit, sich an die Fahrweise und den Umgang mit dem Buggy zu gewöhnen. Der Mitfahrer hatte die Möglichkeit, die Umgebung von Pucon nochmal aus einem ganz anderen Winkel zu betrachten und damit Seiten an der Stadt zu finden, die ihm vorher noch nicht bewusst waren. So habe ich zum Beispiel einige Orte gesehen, von denen ich gar nicht wusste, dass sie existieren.
Nach einigen Minuten führte uns unser Weg aus der Stadt heraus und wir machten uns zunächst noch auf befestigter Straße auf den Weg zum Vulkan Villarrica, was es uns ermöglichte, die Schnelligkeit des Buggy’s zu erproben. Ich liebe es mit schnellen Autos zu fahren und die Beschleunigung zu spüren. Wem es auch so geht, der sollte auf jeden Fall einmal die Fahrt mit einem Buggy ausprobieren!
Die Fahrzeuge fahren zwar nicht so schnell wie es wohl der eine oder andere BMW tut, aber durch die Nähe zur Straße, die offene Fahrerkabine und die fehlende Windschutzscheibe bekommt man einen ganz anderen Bezug zur Geschwindigkeit.
Nach einiger Zeit auf der Straße kamen wir dann am Nationalpark Villarrica an. Mit der Ankunft dort hörte auch die befestigte Straße auf und damit fing der Spaß erst richtig an!
Durch Schlaglöcher, unebenes Gelände und kurvenreiche steile Aufstiege, auf einem Sandweg machten wir uns daran, den Vulkan zu erklimmen.
Besonders Spaß hatte ich in den Teilen der Strecke, an denen der Buggy richtig Schräglage bekam und dort, wo die Räder nicht richtig griffen weil der Untergrund sandig und rutschig war – herrlich!
Nach etwa anderthalb Stunden erreichten wir dann den Zielpunkt, die 2. Skibasis, hinter der man nur noch Wandern kann, weil jegliche Befestigung aufhört. Dort machten wir eine kurze Pause.
Es ist ein wunderschöner Ort um Fotos zu machen, da im Hintergrund der Vulkan empor ragt und man sich aber gleichzeitig so hoch befindet (1.400m), dass man die wunderschöne Landschaft rund um Pucon mit dem See Villarrica und den zahlreichen Bäumen überblicken kann.
Nach ca. 10 Minuten Pause sind wir dann doch noch etwas weiter auf den Vulkan hinauf gefahren, damit alle die Allrad Funktionen des Buggys austesten konnten – das war ein Spaß! Rauf und runter im Gelände über große und kleine Hindernisse, so dass man nur so von einer Staubwolke eingehüllt war.
Dann ging es wieder hinunter – die Abfahrt war noch besser als das Aufsteigen, man konnte nun richtig an Geschwindigkeit zunehmen und die Handbremse nutzen um die Kurven zu passieren – Adrenalin pur!
Ich dachte schon es soll gleich wieder nach Pucon gehen – aber nein, hinter dem Nationalpark nahmen wir noch eine andere Abzweigung, wieder ein Stück hinauf, auf diesem Stück gab es nochmal die Möglichkeit die Geländefähigkeit des Buggys auf die Probe zu stellen.
Der Weg dort war nochmal etwas natürlicher und damit hatte ich nochmal etwas mehr Spaß. Am Ende dieses Weges war nochmal ein Punkt, an dem man einen wunderschönen Blick auf den Villarrica Vulkan und die Bergketten hatte. Nach noch einem kleinen Stück 4×4 ging es aber dann doch wieder zurück nach Pucon.
Auf dem Rückweg konnte man noch mal den Fahrtwind auf seiner Haut genießen und die Umgebung auf sich wirken lassen, die die Straße durch den Wald zu bieten hatte.
Nach drei Stunden kamen wir dann wieder, mit einem neuen tollen Erlebnis bereichert, in Pucon an.

„Raftig alto“ – Im Adrenalin Rausch den kristallklaren Strom hinunter! Rio Trancura -Februar 2015

Mein erstes Raftingerlebnis hatte ich heute – auf dem Rio Trancura, der in der Nähe der kleinen Stadt Pucon liegt. Die erste Entscheidung, die ich zu Fällen hatte, war: alto oder bajo. Blauäugig und unbedacht entschied ich mich nach dem Motto „Ganz oder gar nicht“ – für das Rafting „alto“ auf dem Rio Trancura, mit Stromschnellen der Klasse 4.

Um 14.00 Uhr wurde ich, bewaffnet mit Handtuch, Badesachen und Kleidung zum Wechseln, abgeholt. Gemeinsam mit fünf anderen Teilnehmern, zwei Guides und dem Raft im Schlepptau ging es aus der Stadt Richtung Fluss.
Auf der Fahrt dorthin hatte ich Zeit darüber nachzudenken, was ich da bloß für eine Entscheidung getroffen hatte. Ich bin eigentlich eher der vorsichtige Typ und setzte auf Sicherheit und die Vorstellung in einem Fluss mit Stromschnellen aus einem Boot geschmissen zu werden machte mir dann doch etwas Angst – aber ich war nunmal auf dem Weg und musste da durch!

Beim Fluss angekommen wurden wir mit Neoprenanzug, speziellen Schuhen und Helm ausgestattet. Dort gab es Umkleidemöglichkeiten und so machten wir uns für den Trip startklar. Nachdem alle in ihren Neoprenanzügen steckten, wurden wir mit dem Transporter noch weiter den Fluss aufwärts gebracht – dann waren wir endlich an unserem Startpunkt angelangt.
Durch die Bäume schimmerte schon das klare, blau-grüne Wasser des Rio Trancura. Ausgerüstet mit Schwimmweste und Helm stiegen wir hinab zum Ufer. Dort gab es zu meiner Beruhigung noch eine Sicherheitseinweisung. Der eine Guide sollte uns mit seinem Kajak begleiten, um zur Not die Verlorengegangenen wieder einzusammeln.

Dann ging es auch schon samt Raft ins Wasser. Wir bekamen noch schnell Instruktionen in die Befehle („left forwards“, „right forwards“, „stopp“, „down“ und „paddle backwards“), die der Guide zum Paddeln gab. Diese trainierten wir im ersten, noch ruhigen Teil des Flusses, um ein Gefühl für das Team zu bekommen – dadurch fühlte ich mich nun sehr gut vorbereitet, die ersten Stromschnellen zu meistern. Die Vorfreude auf diese stieg nun mehr und mehr – und dann kam die erste „rapid“ – es war eine von den „seichteren“. Das Team passierte sie ohne Probleme, mit unglaublich viel Freude und steigendem Adrenalinspiegel.

Dann kam die zweite „rapid“, die es in sich hatte. Wir wurden einen Wasserfall hinuntergeworfen. Das Wasser spritzte von allen Seiten – das Boot wurde von den Wellen hin und hergeworfen – wir bekamen eine starke Schräglage – und dann waren wir durch. Einfach ein unglaubliches Gefühl. Trotzallem hatte ich nicht das Gefühl eines Kontrollverlustes, weil der Teamgeist der Gruppe mit jeder Herausforderung stärker wurde.
Die Intensität nahm immer mehr zu und die Stimmung im Raft war fantastisch!
Nach einer besonders harten „rapid“, waren wir alle glückserfüllt und gaben uns ein „High-Five“ mit den Paddeln. Ich wurde fast aus dem Raft gerissen – doch meine Angst davor rauszufallen war total verflogen, ich freute mich nur auf die Ansprüche die die nächste Schnelle an uns stellen sollte.

Später paddelten wir ans Ufer, kurz vor einem sehr engen und steinigem Wasserfall. Dort wurden wir aufgefordert das Raft zu verlassen. Mit dem Raft sei diese Stelle nicht zu passieren, so wurde uns gesagt– ob das stimmt weiß ich nicht. Aber nach einem kurzen Aufstieg am Uferrand stand ich plötzlich auf einer Klippe, direkt neben dem Wasserfall, den ich eben noch von oben gesehen hatte. In dem Moment als ich da oben stand, war mir klar: Wir sollten springen. Mit Blick auf die nahen Steine im Wasser- direkt hinter diesem Wasserfall, war dies ein atemberaubender Ort. Aber mit meiner Höhenangst war ich ziemlich überrumpelt von der Situation. Damit hatte ich nicht gerechnet – doch ohne viel nachzudenken, bin ich gesprungen!
Das Eintauchen ins Wasser, während du die verschiedenen Strömungen um dich herum spürst…und das Auftauchen und Realisieren was man grade getan hatte – der reinste Adrenalinrausch!
Ich schwamm zum Raft und dann ging es auch schon weiter, wir passierten noch zwei atemberaubende „rapids“ bevor wir langsam Richtung Zielpunkt glitten. Alle waren in Hochstimmung als wir ankamen – von Freude erfüllt über das was wir grade erlebt hatten.
Am Zielpunkt wurden wir mit Keksen und Saft empfangen, um unsere Energie wieder aufzuladen und in trockene Kleidung zu schlüpfen! Dann war das Rafting auch schon vorbei. Während der Rückfahrt nach Pucon wurden noch viel über andere interessante Rafting Erlebnisse gesprochen, die die anderen Gruppenmitglieder bereits erlebt hatten. Super zufrieden kamen wir alle wieder im Ort an.

Die Gefühle die mich auf diesem Trip erfüllten sind schwer in Worte zu fassen, aber das Adrenalin das durch die Adern fließt – die Aufregung vor jeder intensiven Stromschnelle – das will ich jedenfalls wiederholen!

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Huerquehue – Eintauchen in das magische Grün des Subtropischen Regenwaldes, Januar 2015

Huerquehue National Park 102„Der frühe Vogel fängt den Wurm.“ Nach dem Motto begann der 25. Januar 2015 für mich. Um kurz nach 8 sammelte mich der Bus ein, der mich und die Reisegruppe von Pucón zum Nationalpark Huerquehue bringen sollte. Bis zum Nationalpark fuhren wir etwas 45 min, doch die Fahrt dorthin war keinesfalls langweilig. Wir kamen an zahlreichen grünen Weiden mit Rindern vorbei, fuhren durch Wälder und konnten während der gesamten Fahrt die unglaubliche schöne Landschaft mit den Bergen und Vulkanen bestaunen.

Um 9.30 Uhr wurden wir dann vom Bus vor dem Nationalpark abgesetzt. Dort hatten wir dann nochmal die Chance eine Toilette aufzusuchen, bevor wir in die vollkommene Natur starten sollten. Die Tour durch den Nationalpark sollte in etwa 7 Stunden dauern, dabei war geplant, drei „Lagos“ (=Seen) oben auf dem Berg zu besuchen und auf dem Rückweg den Wasserfall zu bestaunen, der auch in diesem wasserreichen Nationalpark zu finden ist.
Für die Tour war ich ausgerüstet mit genügend Wasser, Sandwiches, Obst und Keksen und zusätzlich noch Badebekleidung, in der Hoffnung, oben in den Seen baden gehen zu können.

Dann ging die Tour auch schon los. Erst spazierten wir im flacheren Gelände um einen See herum, der noch unten im Dorf lag, wobei wir noch an einem kleinen süßen Bauernhof vorbeikamen, der in einem Kiosk lauter kleine selbstgemachte Köstlichkeiten verkaufte. Hinter diesem fing dann der Wald an.
Unser Guide Toni erklärte uns dann noch einmal die Route, die wir einschlagen würden und dann starteten wir in den subtropischen Regenwald. Für mich ist es das erste Mal gewesen, dass ich einen Regenwald besucht habe und war daher völlig überwältig von der reichhaltigen Flora und Fauna. Toni berichtete uns, dass der Wald Wildschweine, Kolibris, „Güiña“ (Waldkatz) oder eine der drei Beuteltierarten Chiles beherbergt. Ich begegnete auch einigen seltsamen Insekten und war nur froh keiner (ungefährliche) Riesenspinne zu begegnen, von denen der Guide auch sprach.
Wir hatten ein ganzes Stück bergauf zu gehen, auf gut befestigten Sandwegen, was das wandern sehr angenehm machte. Zwischendurch machten wir immer wieder Pausen an Stellen, wo das Dickicht aufbrach und man einen atemberaubenden Blick auf den Vulkan Villarrica genießen konnte.
Nach etwa anderthalb Stunden kamen wir zum offiziellen Eingang des Nationalparks. Dort erfuhren wir, dass wir unter den ersten 20 Leuten waren, die an diesem Morgen passieren wollten was die Motivation noch steigerte die Lagunen schnell zu erreichen, um die Natur dort oben so menschenleer wie Möglich erleben zu können.
Also ging es immer weiter hinauf. Dadurch, dass man die gesamte Zeit die wunderschöne Flora und Fauna auf sich wirken lassen konnte sowie verschiedene Vögel hören und, wenn man ein gutes Auge hatte, auch sehen konnte war es ein sehr, sehr angenehmes aufsteigen. Unglaublich was für kleine Tiere solche intensiven Laute von sich geben können!
Toni, der Guide, hatte in den Pausen immer wieder neue Interessante Informationen über Land, Leute und Flora und Fauna. Zum Beispiel über die Entwicklung des Lebens der Mapuche, die heute immer noch in ihren Dörfern zusammenleben oder über die Eigenschaften der Araucania Bäume, die über 2.000 Jahre alt werden und mittlerweile die streng geschütztesten Bäume Chiles sind.
Um etwa 12.00 Uhr kamen wir dann an der ersten Lagune an, dem „Lago Chico“, dem kleinsten der drei Seen. Das Wasser war so kristallklar, eine Mischung aus grün und blau, wunderschön eingebettet in die Berge des Huerquehue Nationalparks, mit all den immergrünen Bäumen darum. Die Sonne ließ das durch den Wind leicht bewegte Wasser wie Kristalle glitzern, was ein atemberaubend schöner Eindruck war den ich wohl nicht mehr vergessen werde.
Eine wunderschöne Holzbrücke führte uns über den See, weiter entlang der Lagune. Von dort oben hatten wir auch keine großen Höhen mehr zu überwinden und kamen auch relativ zügig zum zweiten See „Lago Toro“, der nicht weniger beeindrucken war als der Erste. Besonders an diesem war, dass am anderen Ufer wunderschöne Felswände aus dem Wasser ragten. Dort hatten wir dann auch noch einmal Zeit, Fotos von uns machen zu lassen, um diesen unglaublich schönen Moment für die Zukunft festzuhalten.
Vom „Lago Toro“ waren es dann auch nur noch 700 m bis zum „Largo Verde“, dem größten aller Seen dort oben. Dort machten wir ca. eine dreiviertel Stunde Pause am Rande des Sees, um uns mit unserer Verpflegung zu stärken, nette Gespräche mit den anderen Gruppenmitgliedern zu führen und natürlich in erster Linie in Ruhe diesen wunderschönen Platz auf sich wirken zu lassen. Zum schwimmen bin ich leider nicht gekommen, da es für mich leider etwas zu frisch war. Es gab jedoch viele Leute die mutiger waren als ich und das wunderbare Erlebnis hatten, in diesem wunderschönen Ort ein Bad zu nehmen.
Etwa um 14.00 Uhr machten wir uns auf, um das zweite Highlight des Tages, den Wasserfall, zu erreichen. Gut gestärkt und beeindruckt von der Natur machten wir uns auf den Rückweg, was es uns ermöglichte noch einmal den atemberaubenden Blick auf die verschiedenen Lagunen zu haben.
Der Abstieg ging wie zu erwarten erheblich schneller als der Aufstieg und so erreichten wir sehr schnell den Wasserfall, den wir von oben schon erahnen konnten. Der Blick von unten war wie der gesamte andere Tag wunderschön. Auf mich wirkte es wahrscheinlich noch dreimal schöner, weil es der erste Wasserfall war, den ich in meinem Leben gesehen habe. An den Wasserfällen machten wir noch eine kleine Pause, bevor wir den letzten Teil des Abstieges antraten.
Völlig zufrieden kamen wir alle gut unten an und warteten an dem Kiosk des Bauernhofes, wo wir noch Eindrücke von der chilenischen Hofkultur erhielten und sich der ein oder andere noch mit einem richtigen Kaffee stärken konnte. Dann kam der Bus und der Tag neigte sich dem Ende zu.
Den Ausflug zum Nationalpark Huerquehue kann ich nur empfehlen und ich hoffe, dass ich noch ein zweites Mal die Möglichkeit haben werde die wunderschöne Natur dort oben auf mich wirken zu lassen, nicht zuletzt, weil ich unbedingt nochmal in den Lagunen schwimmen gehen möchte! Ich glaube, dieser Ausflug wird einen durch die vielfältige Flora und Fauna jedes Mal aufs Neue überraschen und beeindrucken!

Der Vulkan Villarrica – atem(be)raubend – Januar 2015

Hast du schon einmal einen Vulkan bestiegen? Nein? Ich bisher auch nicht.

Hier in Pucon mit Amity Tours hat sich mir die einmalige Gelegenheit geboten. Die ich mir natürlich nicht entgehen lassen wollte. Ein bisschen gezweifelt habe ich zunächst schon, schließlich ist der gewaltige, 2.847 Meter hohe Vulkan Villarrica mit seiner schneebedeckten Spitze bereits von Pucón aus zu sehen und gehört mit zu den aktivsten Vulkanen Südamerikas. Und ich kam grade aus einem 3,5 wöchigen Kuba-Urlaub, in dem ich nicht wirklich viel Sport gemacht und auch keine Berge erklommen habe. Dennoch habe ich diese Herausforderung angenommen. Und es hat sich gelohnt kann ich euch sagen!!!
Die Vorbereitungen für die Vulkanbesteigung beginnen schon einen Tag zuvor. In der Agentur wird jedem Teilnehmer eine wind- und wasserdichte Überziehhose sowie eine Jacke und Schuhe zur Verfügung gestellt. Die galt es anzuprobieren, damit am Tag des Ausflugs kein unnötiger Stress mehr entsteht. Außerdem wurde mir von Suzi noch ein Merkzettel mit auf den Weg gegeben, ein Alkoholverbot für den Abend ausgesprochen und Pasta als Abendessen empfohlen. Schließlich sollen alle fit und gut gestärkt am nächsten Morgen auf den Vulkan steigen können. Und Energie braucht man!

Am Morgen des Aufstiegs habe ich gegen 6:00 Uhr mein Reiseproviant gepackt (Wasser, Sandwich, Schokolade, Obst. Hauptsache Nahrung mit viel Energie) und mich auf den Weg gemacht. Für 6:30 Uhr war das Treffen angesetzt. Unsere Ausrüstung stand schon individuell für jeden Teilnehmer zusammengestellt in Boxen bereit. Insgesamt bestand sie aus festen Wanderschuhen, Gamaschen, einer wetterfesten Überziehhose sowie Jacke, Eispickel, Steigeisen, Handschuhen, Tellerschlitten und einem Rucksack. Schuhe und Gamaschen haben wir bereits vor Ort angezogen, alle weiteren Utensilien sowie Proviant haben wir in den Rucksäcken verstaut. Und los ging‘s im Van zur Talstation des Villarrica Vulkans. Dort angekommen sind wir mit einem Sessellift chilenischer Bauart (sehr interessant wenn man sonst nur die modernen Skilifte aus Österreich kennt) etwa 400m höher zur Schneegrenze gefahren, wodurch uns eine weitere Stunde Aufstieg erspart wurde. „Wir“, das sind übrigens 12 Teilnehmer begleitet von 4 erfahrenen und vor Energie sprühenden Tourguides.

Auf einer Höhe von etwa 1.800 Metern begann nun unser Aufstieg auf den Villarica Vulkan. Und 4 Stunden später werde ich völlig erschöpft aber überglücklich 1.000 Höhenmeter überwunden haben und auf der Spitze des Vulkans stehen. Aber zu dieser Zeit weiß ich das noch nicht.

Bei der Endstation des Sessellifts haben wir mit Hilfe unserer 4 Guides die restliche Ausrüstung angelegt und – ganz wichtig – das Gesicht noch einmal ordentlich mit Sonnencreme eingecremt. Die ersten Schritte im Schnee mit den Steigeisen an den Füßen und dem Eispickel in der Hand waren noch etwas ungewohnt, aber dank der guten Erklärungen hat sich das bald gelegt. Nach etwa 30 Minuten Aufstieg haben wir die erste Pause eingelegt, in der getrunken, gegessen und wiederholt das Gesicht eingecremt wurde. Das sollte die Routine jeder Pause werden. Von diesem Punkt aus konnte ich bereits etwas sehen, das aussah wie ein Gipfel. Leider war das weit gefehlt. Dieser „Gipfel“ war ein Plateau und der Ort für unsere zweite Pause. Von dort aus hatte man einen einmaligen Blick ins Tal und auf den See Villarrica und unser Bergführer Claudio hat uns erklärt, was wir alles sehen können.

Nach dem immer gleichen Verfahren essen, trinken, Sonnencreme, ging der Aufstieg weiter. Mein Atem ging zu diesem Zeitpunkt schon schneller, die ersten Ermüdungserscheinungen stellten sich ein. Nicht so bei unseren Guides. Die sind neben uns den Berg hochgelaufen (wirklich gelaufen!), wieder runter, nach rechts, nachgefragt wie es uns geht, gesungen. Unglaublich! Diese Energie und gute Laune hat uns glaube ich allen geholfen weiterzugehen. Denn spätestens nach der dritten Pause war bei mir nicht mehr an singen zu denken. Ich war froh wenn ich in einheitlichem Tempo und mit kleinen Schritten den anderen hinterhertrotten konnte. Dieser Abschnitt zwischen Pause 3 und 4 war für mich der anstrengendste, denn wir waren schon seit einer gefühlten Ewigkeit unterwegs und noch immer nicht am Ziel. Dann hat allerdings der Ehrgeiz zugepackt, schließlich wollte ich unbedingt den Gipfel erreichen! Hier, im letzten Abschnitt des Berges, war alles nur eine Sache des Kopfes.

Und dann, nach etwa 4 Stunden Wanderung, standen wir oben. Was für ein Gefühl! Ich stand neben dem Krater eines aktiven Vulkans auf einer Höhe von 2.847 Metern und habe den ganzen Weg allein zurückgelegt! (ja, ich weiß, rational gesehen war es nicht der ganze Weg, zu dem Zeitpunkt war mir das aber egal). Wir haben sogar versucht einen Blick in den Krater zu werfen, die Schwefeldämpfe machten das Atmen dort aber so gut wie unmöglich. Und wie Claudio uns erklärte kann man die Lava schon seit etwa 4 Jahren nicht mehr sehen. Was man allerdings super sehen konnte war ein Teil der Region Araucanía, mit dem See Villarrica und Pucón zu unseren Füßen und weiteren Bergen und Vulkanen in der Ferne.

Nach einer ausgiebigen Pause und der immer gleichen Routine essen, trinken, Sonnencreme, haben wir uns an den Abstieg gemacht. Der „Abstieg“ war allerdings eher ein „Abrutschen“, denn wir haben uns einfach auf den Hintern gesetzt und sind in einer Art Fahrrinnen den Vulkan hinuntergerutscht. Das war wirklich die mit Abstand längste Rutschpartie, die ich je gemacht habe! Die Ausgelassenheit der Gruppe zu dieser Zeit war kaum zu überhören!

An der Schneegrenze angekommen mussten wir doch noch ein Stück zu Fuß zurücklegen, bis wir dann alle erschöpft aber überglücklich am Van angekommen sind.

Zurück in der Agentur gab es ein wenig Saft und Obst zur Stärkung und ich bin mir zu diesem Zeitpunkt sicher: wenn ich noch einmal die Gelegenheit bekomme den Vulkan zu besteigen, dann tue ich das! Vielleicht nicht direkt morgen, ein bisschen Entspannung muss ich meinen Muskeln doch gönnen, aber zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich! Vielen Dank an Amity Tours und Claudio & sein Team!

 

Und wenn ihr nun auch Lust bekommen habt: dann sichert euch jetzt euer einmaliges Abenteuer!

Parasailing – hoch über dem See Villarrica, 2015

Welch ein wunderschönes und friedliches Gefühl einen überkommt, wenn man hoch oben in der Luft über dem in der Sonne glitzernden See Villarrica schwebt und das Panorama Pucóns genießen kann – einfach herrlich. Ein Parasailing-Flug ist ein durch und durch entspannendes Erlebnis. Klar, ein bisschen Aufregung ist immer dabei. Denn man fliegt ja nicht alle Tage mit einem Schirm in etwa 200m Höhe, der nur durch ein Seil mit einem Boot verbunden ist. Aber sobald man in der Luft ist legt sich das Gefühl der Aufregung und weicht dem der Freude. Zur Vorbereitung auf den Flug bekommt bereits jeder noch auf dem Festland eine Art Gurt um Hüften und Beine angelegt, der später mit einem Karabinerhaken an der Halterung des Schirms angebracht werden kann. Außerdem werden alle mit einer Schwimmweste ausgestattet und – wenn nicht selbst dabei – mit Sonnencreme. Da sich meist mehrere „Flugpaare“ gemeinsam auf einem Boot befinden, dauert der gesamte Ausflug etwa 1,5 Stunden. Allein diese Bootsfahrt auf dem See Villarrica ist schon wunderschön. Normalerweise fliegen je zwei Personen gemeinsam, Ausnahmen mit einer oder drei Personen sind nach Absprache möglich. Bevor ich an der Reihe war, konnte ich den Start einige Male beobachten, sodass ich wusste, was auf mich zukommt. Und als ich dann endlich fliegen durfte war alles ganz einfach und geschah quasi von allein. Man muss einfach auf die Startplattform gehen, sich einhaken lassen und dann hinsetzen. Das Boot gibt dann etwas mehr Gas und schwups – ist man in der Luft. Nach und nach wird mehr Leine gegeben, sodass der Schirm höher und höher steigt, bis er etwa eine Höhe von 150m erreicht hat. Dort, hoch oben in der Luft, ist es so ruhig und alles wirkt so friedlich, sodass man einfach in seiner Halterung sitzen und den atemberaubenden Blick genießen kann. Der gesamte Flug dauert etwa 15 Minuten, dann geht es schon wieder runter. Das Landen ist ähnlich einfach wie der Start: man muss nur kurz so tun als würde man in der Luft laufen, vielleicht streift eine Fußspitze auch mal das Wasser, aber dann ist man schon wieder sicheren Fußes auf dem Boot. Das ganze Flugerlebnis muss natürlich auch festgehalten werden – das geht ganz einfach, indem man einem der freundlichen Mitpassagiere oder den Helfern seine Kamera in die Hand drückt – und schon entstehen atemberaubende Bilder! Mir hat dieser Parasailing Flug super gefallen: Pucón von der Seeseite aus bewundern zu können, mit dem hoch aufragenden Vulkan Villarrica, die Ruhe hoch oben in der Luft und das Gefühl, sicher und unbeschwert über dem Wasser schweben zu können. Also keine Angst – es lohnt sich! Interesse? Dann schau dir auch unsere anderen Daytours an!