Schon bestätigt: Rennradtouren in Chiles Vulkan- und Seengebiet, Winter 2015/16

bike tours chile october november 2016

Dem Winter in Deutschland entfliehen und einen einzigartigen Urlaub verbringen geht ganz einfach: und zwar mit unseren Rennradreisen in einer der schönsten Regionen Chiles, dem Vulkan- und Seengebiet.

Entdecken Sie das Vulkan- und Seengebiet Chiles auf die bestmögliche Art und Weise – auf einem Cannondale Rennrad. Unsere einzigartigen Touren führen Sie zu den schönsten Orten im grünen Süden Chiles. Auf Strecken von durchschnittlich 50-80 km am Tag fahren Sie entlang glitzernder Seen und Flüsse und haben dabei einen atemberaubenden Blick auf die gewaltigen Anden. Und werden außerdem schnell merken, dass an jeder Ecke ein aktiver Vulkan darauf wartet von Ihnen bestaunt zu werden! Diese einmaligen Touren werden Ihnen noch lange in Erinnerung bleiben.

Folgende Termine sind bereits bestätigt:

 

Diese Highlights warten auf Sie:

  • Unterbringung in 3-, 4- und 5-Sterne-Hotels
  • Professioneller Guide, der die gesamte Zeit an Ihrer Seite ist
  • Begleitfahrzeug bei allen Fahrten
  • Die Fahrten können individuell erweitert werden
  • Typische Mahlzeiten in familiengeführten Restaurants, immer begleitet von exzellenten chilenischen Weinen
  • Fahrt entlang der 7-Seen-Route und

 

Und zusätzlich auf der 12-tägigen Tour:

  • Besuch des Huilo Huilo Naturreservats
  • Silvester-Special: Menü und Feuerwerk in Pucón

 

Buchen Sie jetzt und erleben Sie einen einzigartigen Urlaub mit uns!

 

Der Vulkan Villarrica – atem(be)raubend – Januar 2015

Hast du schon einmal einen Vulkan bestiegen? Nein? Ich bisher auch nicht.

Hier in Pucon mit Amity Tours hat sich mir die einmalige Gelegenheit geboten. Die ich mir natürlich nicht entgehen lassen wollte. Ein bisschen gezweifelt habe ich zunächst schon, schließlich ist der gewaltige, 2.847 Meter hohe Vulkan Villarrica mit seiner schneebedeckten Spitze bereits von Pucón aus zu sehen und gehört mit zu den aktivsten Vulkanen Südamerikas. Und ich kam grade aus einem 3,5 wöchigen Kuba-Urlaub, in dem ich nicht wirklich viel Sport gemacht und auch keine Berge erklommen habe. Dennoch habe ich diese Herausforderung angenommen. Und es hat sich gelohnt kann ich euch sagen!!!
Die Vorbereitungen für die Vulkanbesteigung beginnen schon einen Tag zuvor. In der Agentur wird jedem Teilnehmer eine wind- und wasserdichte Überziehhose sowie eine Jacke und Schuhe zur Verfügung gestellt. Die galt es anzuprobieren, damit am Tag des Ausflugs kein unnötiger Stress mehr entsteht. Außerdem wurde mir von Suzi noch ein Merkzettel mit auf den Weg gegeben, ein Alkoholverbot für den Abend ausgesprochen und Pasta als Abendessen empfohlen. Schließlich sollen alle fit und gut gestärkt am nächsten Morgen auf den Vulkan steigen können. Und Energie braucht man!

Am Morgen des Aufstiegs habe ich gegen 6:00 Uhr mein Reiseproviant gepackt (Wasser, Sandwich, Schokolade, Obst. Hauptsache Nahrung mit viel Energie) und mich auf den Weg gemacht. Für 6:30 Uhr war das Treffen angesetzt. Unsere Ausrüstung stand schon individuell für jeden Teilnehmer zusammengestellt in Boxen bereit. Insgesamt bestand sie aus festen Wanderschuhen, Gamaschen, einer wetterfesten Überziehhose sowie Jacke, Eispickel, Steigeisen, Handschuhen, Tellerschlitten und einem Rucksack. Schuhe und Gamaschen haben wir bereits vor Ort angezogen, alle weiteren Utensilien sowie Proviant haben wir in den Rucksäcken verstaut. Und los ging‘s im Van zur Talstation des Villarrica Vulkans. Dort angekommen sind wir mit einem Sessellift chilenischer Bauart (sehr interessant wenn man sonst nur die modernen Skilifte aus Österreich kennt) etwa 400m höher zur Schneegrenze gefahren, wodurch uns eine weitere Stunde Aufstieg erspart wurde. „Wir“, das sind übrigens 12 Teilnehmer begleitet von 4 erfahrenen und vor Energie sprühenden Tourguides.

Auf einer Höhe von etwa 1.800 Metern begann nun unser Aufstieg auf den Villarica Vulkan. Und 4 Stunden später werde ich völlig erschöpft aber überglücklich 1.000 Höhenmeter überwunden haben und auf der Spitze des Vulkans stehen. Aber zu dieser Zeit weiß ich das noch nicht.

Bei der Endstation des Sessellifts haben wir mit Hilfe unserer 4 Guides die restliche Ausrüstung angelegt und – ganz wichtig – das Gesicht noch einmal ordentlich mit Sonnencreme eingecremt. Die ersten Schritte im Schnee mit den Steigeisen an den Füßen und dem Eispickel in der Hand waren noch etwas ungewohnt, aber dank der guten Erklärungen hat sich das bald gelegt. Nach etwa 30 Minuten Aufstieg haben wir die erste Pause eingelegt, in der getrunken, gegessen und wiederholt das Gesicht eingecremt wurde. Das sollte die Routine jeder Pause werden. Von diesem Punkt aus konnte ich bereits etwas sehen, das aussah wie ein Gipfel. Leider war das weit gefehlt. Dieser „Gipfel“ war ein Plateau und der Ort für unsere zweite Pause. Von dort aus hatte man einen einmaligen Blick ins Tal und auf den See Villarrica und unser Bergführer Claudio hat uns erklärt, was wir alles sehen können.

Nach dem immer gleichen Verfahren essen, trinken, Sonnencreme, ging der Aufstieg weiter. Mein Atem ging zu diesem Zeitpunkt schon schneller, die ersten Ermüdungserscheinungen stellten sich ein. Nicht so bei unseren Guides. Die sind neben uns den Berg hochgelaufen (wirklich gelaufen!), wieder runter, nach rechts, nachgefragt wie es uns geht, gesungen. Unglaublich! Diese Energie und gute Laune hat uns glaube ich allen geholfen weiterzugehen. Denn spätestens nach der dritten Pause war bei mir nicht mehr an singen zu denken. Ich war froh wenn ich in einheitlichem Tempo und mit kleinen Schritten den anderen hinterhertrotten konnte. Dieser Abschnitt zwischen Pause 3 und 4 war für mich der anstrengendste, denn wir waren schon seit einer gefühlten Ewigkeit unterwegs und noch immer nicht am Ziel. Dann hat allerdings der Ehrgeiz zugepackt, schließlich wollte ich unbedingt den Gipfel erreichen! Hier, im letzten Abschnitt des Berges, war alles nur eine Sache des Kopfes.

Und dann, nach etwa 4 Stunden Wanderung, standen wir oben. Was für ein Gefühl! Ich stand neben dem Krater eines aktiven Vulkans auf einer Höhe von 2.847 Metern und habe den ganzen Weg allein zurückgelegt! (ja, ich weiß, rational gesehen war es nicht der ganze Weg, zu dem Zeitpunkt war mir das aber egal). Wir haben sogar versucht einen Blick in den Krater zu werfen, die Schwefeldämpfe machten das Atmen dort aber so gut wie unmöglich. Und wie Claudio uns erklärte kann man die Lava schon seit etwa 4 Jahren nicht mehr sehen. Was man allerdings super sehen konnte war ein Teil der Region Araucanía, mit dem See Villarrica und Pucón zu unseren Füßen und weiteren Bergen und Vulkanen in der Ferne.

Nach einer ausgiebigen Pause und der immer gleichen Routine essen, trinken, Sonnencreme, haben wir uns an den Abstieg gemacht. Der „Abstieg“ war allerdings eher ein „Abrutschen“, denn wir haben uns einfach auf den Hintern gesetzt und sind in einer Art Fahrrinnen den Vulkan hinuntergerutscht. Das war wirklich die mit Abstand längste Rutschpartie, die ich je gemacht habe! Die Ausgelassenheit der Gruppe zu dieser Zeit war kaum zu überhören!

An der Schneegrenze angekommen mussten wir doch noch ein Stück zu Fuß zurücklegen, bis wir dann alle erschöpft aber überglücklich am Van angekommen sind.

Zurück in der Agentur gab es ein wenig Saft und Obst zur Stärkung und ich bin mir zu diesem Zeitpunkt sicher: wenn ich noch einmal die Gelegenheit bekomme den Vulkan zu besteigen, dann tue ich das! Vielleicht nicht direkt morgen, ein bisschen Entspannung muss ich meinen Muskeln doch gönnen, aber zu einem späteren Zeitpunkt sicherlich! Vielen Dank an Amity Tours und Claudio & sein Team!

 

Und wenn ihr nun auch Lust bekommen habt: dann sichert euch jetzt euer einmaliges Abenteuer!

Parasailing – hoch über dem See Villarrica, 2015

Welch ein wunderschönes und friedliches Gefühl einen überkommt, wenn man hoch oben in der Luft über dem in der Sonne glitzernden See Villarrica schwebt und das Panorama Pucóns genießen kann – einfach herrlich. Ein Parasailing-Flug ist ein durch und durch entspannendes Erlebnis. Klar, ein bisschen Aufregung ist immer dabei. Denn man fliegt ja nicht alle Tage mit einem Schirm in etwa 200m Höhe, der nur durch ein Seil mit einem Boot verbunden ist. Aber sobald man in der Luft ist legt sich das Gefühl der Aufregung und weicht dem der Freude. Zur Vorbereitung auf den Flug bekommt bereits jeder noch auf dem Festland eine Art Gurt um Hüften und Beine angelegt, der später mit einem Karabinerhaken an der Halterung des Schirms angebracht werden kann. Außerdem werden alle mit einer Schwimmweste ausgestattet und – wenn nicht selbst dabei – mit Sonnencreme. Da sich meist mehrere „Flugpaare“ gemeinsam auf einem Boot befinden, dauert der gesamte Ausflug etwa 1,5 Stunden. Allein diese Bootsfahrt auf dem See Villarrica ist schon wunderschön. Normalerweise fliegen je zwei Personen gemeinsam, Ausnahmen mit einer oder drei Personen sind nach Absprache möglich. Bevor ich an der Reihe war, konnte ich den Start einige Male beobachten, sodass ich wusste, was auf mich zukommt. Und als ich dann endlich fliegen durfte war alles ganz einfach und geschah quasi von allein. Man muss einfach auf die Startplattform gehen, sich einhaken lassen und dann hinsetzen. Das Boot gibt dann etwas mehr Gas und schwups – ist man in der Luft. Nach und nach wird mehr Leine gegeben, sodass der Schirm höher und höher steigt, bis er etwa eine Höhe von 150m erreicht hat. Dort, hoch oben in der Luft, ist es so ruhig und alles wirkt so friedlich, sodass man einfach in seiner Halterung sitzen und den atemberaubenden Blick genießen kann. Der gesamte Flug dauert etwa 15 Minuten, dann geht es schon wieder runter. Das Landen ist ähnlich einfach wie der Start: man muss nur kurz so tun als würde man in der Luft laufen, vielleicht streift eine Fußspitze auch mal das Wasser, aber dann ist man schon wieder sicheren Fußes auf dem Boot. Das ganze Flugerlebnis muss natürlich auch festgehalten werden – das geht ganz einfach, indem man einem der freundlichen Mitpassagiere oder den Helfern seine Kamera in die Hand drückt – und schon entstehen atemberaubende Bilder! Mir hat dieser Parasailing Flug super gefallen: Pucón von der Seeseite aus bewundern zu können, mit dem hoch aufragenden Vulkan Villarrica, die Ruhe hoch oben in der Luft und das Gefühl, sicher und unbeschwert über dem Wasser schweben zu können. Also keine Angst – es lohnt sich! Interesse? Dann schau dir auch unsere anderen Daytours an!